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Bittere erste Bilanz nach dem OVH-Brand
#1
Fehlende Notfallpläne und Backups

Für viele der direkt und indirekt Betroffenen wird es spannend, was von ihren Datenbeständen in den nächsten Tagen und Wochen noch gerettet werden kann und was sie als Totalverlust abschreiben müssen. Denn OVH ist insbesondere durch preisgünstige Angebote zum europäischen Spitzenreiter aufgestiegen. In den besonders günstigen und beliebten Basis-Paketen ist jedoch keinerlei Absicherung durch Backups und Desaster-Recovery enthalten. Doch selbst wer entsprechende Optionen dazugebucht hat, könnte einen Verlust erleiden. Laut französischen Medien waren die entsprechenden Backups teils in den benachbarten Rechenzentren gelagert. Einige Betroffene haben schon jetzt einen Totalverlust gemeldet. Dazu gehört etwa der Computerspielanbieter Facepunch, dessen europäische Server für das Survival-Game Rust samt allen darauf gespeicherten Daten unwiederbringlich verloren sind. Auch die international tätige Anwaltskanzlei Leroi&Associés gibt an, einen erheblichen Teil des eigenen Datenbestands im Feuer verloren zu haben. Experten rechnen damit, dass noch zahlreiche ähnliche Fälle folgen werden.

Dass es neben den Kunden auch der Betreiber selbst möglicherweise an der Sicherheit gespart hat, zeigen Details über das Rechenzentrum, die nun an die Öffentlichkeit kommen und die Kritik von Experten an der Container-Bauweise bestätigen. Demnach soll es in dem fünfstöckigen Komplex war Alarmsysteme für Feuer, Rauch und Wasser gegeben haben, aber keine aktiven Notfallsysteme wie etwa eine Sprinkler- oder anderweitige Löschanlage, die im nun eingetretenen Ernstfall wohl schlimmeres hätte verhindern können. Dadurch konnte sich der Brand zunächst ungehindert zu einer solchen Größe ausbreiten, dass letztlich selbst die deutsche Feuerwehr aus dem benachbarten Kehl mit einem Löschboot zum Löscheinsatz anrückte. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an, aktuell konzentrieren sich die Experten dabei laut OVH-Chef Klaba vor allem auf eine USV-Anlage, bei der am Tag zuvor bei Wartungsarbeiten einige Teile ausgetauscht worden waren.

Somit bleibt die einzig positive Meldung nach dem Brand bislang, dass dadurch auch zahlreiche Hacker ausgebremst wurden, die Services von OVH nutzten. Hatte Kaspersky noch kurz vor dem Brand fast 150 Server von Cyberkriminellen genutzte Server bei OVH in Straßburg verortet, waren auch davon nach dem Brand mehr als ein Drittel nicht mehr aktiv. Es steht allerdings zu befürchten, dass sich deren Nutzer deutlich schneller von dem Schaden erholen und neue Kapazitäten finden werden, als die betroffenen Unternehmen.


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Nur wer lesen kann, ist klar im Vorteil!!!
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